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Ein universelles Bestreben


In der Antike bereicherte die Arbeit einzelner Philosophen das kollektive Wissen. Angesichts der heutigen Explosion unseres kollektiven Wissens müssen wir bei der Forschung zusammenarbeiten. Da Wissen ein universelles Gebiet ist, wird auch die Suche danach zunehmend global. Die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit (INCO) ist der Europäischen Union aus diesem Grunde besonders wichtig. INCO hat Partnerschaften mit weltweit 148 Ländern in den folgenden Regionen aufgebaut: Afrika, der Karibik, dem pazifischen Raum (AKP), Asien, Lateinamerika, dem Mittelmeerraum, den westlichen Balkanländern, Osteuropa und Zentralasien. Zwischen 1983 und 2003 haben mehr als 8.000 Forschungsteams mit mehr als 40.000 Wissenschaftlern zu gleichen Teilen aus der EU und den Entwicklungsländern an mehr als 3.000 gemeinsamen Projekten teilgenommen.

Ein besseres Europa in einer besseren Welt


In der Europäischen Union geht es in allen Bereichen um die gemeinsame Anstrengung für ein kollektives Interesse. Auch im Bereich der Wissenschaften ist man am erfolgreichsten, wenn einem gute Partner zur Seite stehen. INCO hilft dabei, gemeinsame Interessen voranzutreiben und gemeinsame Vorteile zu befördern.
Eines der Hauptziele der EU besteht darin, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken und die Lebensqualität seiner Bürger/innen zu verbessern. Die Union ist sich dabei allerdings bewusst, dass wir alle in einer Welt leben. INCO ist ein starker Antrieb bei der Lösung entscheidender globaler Probleme, die regionenspezifische Antworten erfordern, wie zum Beispiel die Erforschung von Infektionskrankheiten und Klimaveränderungen.
INCO kann auch beim Aufbau von Kapazitäten in den Entwicklungsländern helfen, so dass diese auf solche Probleme eigenständig reagieren können. Dies hilft die gemeinsamen Anstrengungen zu verstärken, um die Millenniums-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDGs) zu erreichen.
Um erfolgreich zu sein, muss eine internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Bereichen verknüpft werden, wie zum Beispiel den Außenbeziehungen, und diese berücksichtigen.

Die entwicklungspolitische Wasserscheide


Ohne Wasser können wir weder überleben noch uns entwickeln. Menschen brauchen Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Die ambitionierte EU Water Initiative (EUWI) verfolgt einen integrierten Ansatz im Wassermanagement, fördert einen konstruktiven Dialog mit diversen Interessenvertretern und übernimmt die Funktion eines Katalysators für zukünftiges Vorgehen.
Die EU fördert in diesem Bereich viele gemeinschaftliche Forschungsprojekte. Gegenwärtig wird eine internationale Übersicht über 50 integrierte INCO-Projekte zur Wasserproblematik vorbereitet, die Aufschluss über die gesammelten Erfahrungen geben soll. Eine der erfolgreichen Anstrengungen ist das 4W-Projekt (Women, Well-being, Work, Waste and Sanitation), bei dem alternative Strategien für ein Abwasser- und Abfallmanagement in Stadtrandgebieten küstennaher Gemeinden in Südasien untersucht werden.


Quelle dieses Textes: © Europäische Gemeinschaften, Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. - http://ec.europa.eu



 


 

 

 


 Forschungszusammenarbeit



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