Lebensmittelsicherheit




Die Saat für ein besseres Leben


Lebensmittelsicherheit Die regelmäßigen Hungersnöte in Ländern wie Niger oder Äthiopien machen deutlich, dass die Sicherstellung eines angemessenen, und konstanten Vorrats an gesunden Lebensmitteln und Trinkwasser sowohl überlebensnotwendig als auch entscheidend für den allgemeinen Wohlstand ist. Der Mensch gewinnt seine Nahrung auf verschiedene Weise, so etwa durch Ackerbau, Viehzucht und Fischfang. Lebensmittelsicherheit ist abhängig von unserem Zugang zu ausreichend gesunden Lebensmitteln. Sie wird allerdings durch wirtschaftliche und politische Krisen in Gefahr gebracht, ganz besonders dann, wenn die normale Nahrungsmittelversorgung durch eine wachsende Bevölkerung, veränderte Lebensstile, Klimaveränderungen (die gute wie auch schlechte Auswirkungen haben können), eine zunehmende Entwaldung und Wüstenbildung sowie eine schnell voranschreitende Urbanisierung stark belastet ist. Das bedeutet, dass jeder Ausfall oder Fehler möglicherweise verheerende Folgen haben kann.

Schwierige Zeiten überstehen


Die Erforschung von Dürren, Krankheitsresistenz und abiotischer Stressverträglichkeit kann zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit für die am meisten gefährdeten Bevölkerungsteile in Randgebieten beitragen. Durch eine internationale Zusammenarbeit können Wissenschaftler wetterfestere Pflanzensorten entwickeln, die den Witterungsbedingungen vor Ort gewachsen sind, und Pflanzenschädlinge auf eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Art bekämpfen als mit den gegenwärtig eingesetzten chemischen Pestiziden.
Außerdem bietet INCO Unterstützung bei der Suche nach Maßnahmen gegen die zunehmenden Gesundheitsgefahren für Nutztiere, wie zum Beispiel bei den internationalen Bemühungen um eine Erklärung des Ausbruchs der Geflügelpest in Asien. Ferner werden auch Untersuchungen für eine gesündere Fischzucht gefördert, bei der Alternativen zu den in Futtermitteln enthaltenen Antibiotika gesucht werden.

Die zwei Gesichter von El Niño


El Niño bezeichnet ein Phänomen, das das Zusammenspiel von Meeresbewegungen und Wetter in tropischen Regionen im Pazifischen Ozean stört. Zu den Folgen gehört ein starker Rückgang des Fischfangs in Peru und Chile, sintflutartiger Regenfall in Teilen Amerikas mit schlimmen Überflutungen und eine Dürre im westpazifischen Raum, die unter anderem zu verheerenden Buschfeuern in Australien geführt hat. Das von der EU geförderte ELNIÑO-Projekt hat herausgefunden, dass regenreiche El-Niño-Jahre eine außergewöhnlich positive Wirkung auf die Produktivität von Pflanzen und Tieren in halbtrockenen Ökosystemen haben können. Es wurde untersucht, wie der starke Regenfall für die Regeneration von Bäumen in degenerierten Regionen Chiles und Perus verwendet werden kann. Die Forscher fanden heraus, dass El-Niño-Perioden tatsächlich zu einer Regeneration von Wälden führen können, wobei allerdings große regionale Unterschiede existieren.

Getreide für alle Bedingungen


Mais ist in Lateinamerika und Teilen von Afrika eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Nach Gewicht ist Mais das jährlich am meisten produzierte Getreide weltweit. Durch eine Zunahme der Übersäuerung der Böden und einer Bewirtschaftung von minderwertigeren Nutzflächen müssen Wege gefunden werden, um Mais – der flache Wurzeln hat und regelmäßigen Regen benötigt – auch unter solchen Bedingungen erfolgreich anzubauen. MAIZE FOR ACID SOILS ist ein von der EU gefördertes Projekt zur Entwicklung fortschrittlicher Anbaustrategien, mittels derer Mais in tropischen Entwicklungsländern nachhaltig auf stärker sauren Böden angebaut werden kann, zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Methodik und zur Ausbildung einer großen Zahl von jungen Wissenschaftlern und zur Ausbildung vieler junger Wissenschaftler,die diese Verfahren in der Zukunft weiterentwickeln sollen.


Quelle dieses Textes: © Europäische Gemeinschaften, Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. - http://ec.europa.eu



 


 

 

 


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