Gesundheitsfürsorge


Internationale Zusammenarbeit, das beste Heilmittel


gesundheitsfursorgeDie große Anzahl von Pandemien in der Geschichte der Menschheit hat bewiesen, dass Gefahren für die Gesundheit sich nicht an politische Grenzen halten. Globalisierung und moderne Technologien reißen die physikalischen Grenzen zwischen den Menschen ein und bringen sie näher zusammen, aber gleichzeitig wird hierdurch eine potenzielle Ausbreitung von Krankheiten begünstigt. Dies macht nicht nur eine erhöhte Wachsamkeit der Gesundheitsbehörden – nationaler und internationaler – erforderlich, sondern auch eine internationale Zusammenarbeit in der Forschung, um bestehende und sich abzeichnende Gefahren erfolgreich zu bekämpfen. Wie jeder zugeben wird, der die globale Antwort auf SARS und die Vogelgrippe verfolgt hat, sind gemeinsame Lösungen in der Regel die besten Lösungen.

Gemeinschaftlich entwickelte Heilmethoden


Die ärmsten Länder der Welt sind oft am schlimmsten von Krankheiten betroffen, die sie nicht alleine bekämpfen können. In vielen Teilen der subsaharischen Länder Afrikaszum Beispiel drohen Gesundheitspflege und Sozialsysteme unter der Last von HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen zu brechen, ganz zu schweigen von allen anderen vernachlässigten ernsthaften Infektionskrankheiten.
Obwohl diese Länder viele begabte Wissenschaftler haben, mangelt es ihnen oft an finanziellen und wissenschaftlichen Möglichkeiten, um eine entsprechende eigenständige Forschung zu betreiben. Europa möchte ein guter „globaler Bürger“ in einer gesunden und stabilen Welt sein und fördert aus diesem Grund die Kooperation zwischen europäischen Wissenschaftlern und ihren Kollegen in den Entwicklungsländern sowie den Aufbau eigener Kapazitäten vor Ort.

Ein guter Schlaf unter dem Schutz der Wissenschaft


Dank der internationalen Anstrengungen, Gegenden mit hohem Malaria-Aufkommen mit speziell imprägnierten Insektennetzen für Schlafplätze zu versorgen, konnte das Auftreten der von Insekten übertragenen Krankheit deutlich eingedämmt werden. Diese Netze sind allerdings kein Allheilmittel, wie eine von der EU geförderte Studie verdeutlicht hat. Zum Beispiel ist die Häufigkeit von Moskitostichen in Burkina Faso so groß, dass in der Zeit, die zum Anbringen eines Bettnetzes benötigt wird, eine Infektion möglich ist. Aus diesem Grund muss das Problem umfassender angegangen werden, indem versucht wird, die Ursachen für eine so starke Verbreitung der Moskitos einzuschränken und mit den Folgen einer Infektion umzugehen.

Zwei Jahrzehnte der Partnerschaft


Hier in Europa haben wir das Glück, über eine umfassende Gesundheitsfürsorge zu verfügen, die so gut ist, dass wir sie nahezu als selbstverständlich betrachten. Andere Länder der Welt befinden sich nicht in einer so glücklichen Lage, ihre Gesundheitssysteme sind häufig über die Maßen belastet. In den vergangenen 20 Jahren hat die EU durch gemeinsame Forschung zu den Gesundheitspflegesystemen mit ihren Partner in den Entwicklungsländern versucht, dieser Situation entgegen zu wirken, mit dem Ziel, Herausforderungen zu benennen und Lösungen zu finden. Ein eigens erstellter Bericht eines unabhängigen Ausschusses untersucht den Fortgang von 70 von der EU geförderten INCO-Projekten innerhalb der letzten 20 Jahre und kommt zu dem Ergebnis, dass die EU weiterhin vermehrt in eine solche Forschung und ihre Umsetzung investieren und zusätzlich regionale Kontrollstellen für das Gesundheitssystem einrichten sollte.



Quelle dieses Textes: © Europäische Gemeinschaften, Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. - http://ec.europa.eu



 


 

 

 


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