Veränderung

Kulturwandel gefragt


frauen-wissenschaft-veranderungBei der Unterrepräsentation von Frauen in der Wissenschaft spielen nicht nur Aspekte der Gerechtigkeit und Gleichheit eine Rolle. Sie deckt vor allem den Status quo eines traditionellen Hierarchiesystems auf. Als Minderheit haben Frauen gar kein oder nur geringeres Stimmengewicht bei der Festlegung der Wissenschaftspolitiken und können kaum Veränderungen in den Institutionen – und der Forschung im Allgemeinen – bewirken. Auf einer ganz anderen Ebene, nämlich wenn es um ihre Rolle als Vorbild geht, sind die Wissenschaftlerinnen, die an wissenschaftlichen Berufen interessierten jungen Frauen als Ansprechpartner dienen könnten, zu dünn gesät.

Weit über den Wirkungsgrad einer punktuellen Maßnahme hinaus, muss der Einbezug der Geschlechterdimension in Wissenschaft und Forschung eine veränderte Wissenschaftskultur herbeiführen. Das Prinzip der Gleichstellung von Mann und Frau muss in die Politiken, Programme und Projekte einfließen. Wie kann das geschehen? Zunächst, indem die Punkte bestimmt werden, die für den gegenwärtigen Status quo verantwortlich sind. Dann sind die Mechanismen zu ändern, nicht so sehr um Frauen zu bevorzugen, sondern um Männer und Frauen auf die gleiche Stufe zu stellen. „Wenn die Universitäten, Forschungsinstitute und andere Einrichtungen nicht bereit sind, Frauen in der Wissenschaft zu halten oder einzugliedern, macht es dann überhaupt Sinn, sie in Wissenschaft auszubilden?“, fragen die Unterzeichner des Berichts der Europäischen Kommission mit provokativem Unterton.

Quelle dieses Textes: © Europäische Gemeinschaften, Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. - http://ec.europa.eu



 


 

 

 


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