Rückstandsbehandlung


rückstandsbehandlung

Behandlung von Schredder Rückständen und Verwendung


Bei den Schredder-Rückständen, auch "Fluff", die nach der Demontage recycelbarer Metallteile zurückbleiben, handelt es vorwiegend um Kunststoffmaterialien. Der Schlüssel für eine Abfallvermeidung besteht in einer Verminderung dieser Rückstände, die normalerweise im Müll landen. Diese Reduzierung ließe sich durch geeignete Aussortier-, Trenn- und Behandlungsverfahren erzielen. Auf dem Markt hat sich bereits eine erfolgreiche Anwendung in der Zementindustrie durchgesetzt, wo die Rückstände gesammelt, behandelt und dann verbrannt werden und somit als günstige Energiequelle dienen. Das Projektteam gelangte zu dem Schluss, dass bei der Behandlung von Schredder-Rückständen nicht nur der Kostenfaktor, sondern auch ökologisch vertretbare Aspekte relevant sind.

Die Schaffung nachhaltiger Verbindungen mit der Industrie machten den unschätzbaren Wert des ETN-Netzwerks aus. Es entwickelte sich zu einer wertvollen Plattform für den Informationsaustausch und generierte eine Website (http://www.plastics-in-ELV.org/), um den Prozess rund um die Altauto-Entsorgung so effizient wie möglich zu gestalten.

Compare - CRAFT-Projekt - recyceltes Polyamid


Polyamide Kunststoffe sind hochhitzebeständig und werden oft für komplizierte Anwendungen unter der Motorhaube eingesetzt. Angesichts der schwer zu erfüllenden Spezifikationen sind sie für Wiederverwendung und Recycling nicht geeignet. Im Rahmen des Compare-Projekts gelang die Entwicklung eines chemischen Verfahrens zur Behandlung solcher Kunststoffe, die sich (bis zu 40%) zusammen mit Rohstoffen zur Herstellung neuer Teile einsetzen lassen. Der Anteil dieser Kunststoffe beträgt zwischen 15% und 20% der in Fahrzeugen verwendeten Kunststoffe. Ähnliche, in anderen Industrien oder Anwendungen entstehende Abfallprodukte, wie Teppichreste, Drähte und Fahrzeugkomponenten, lassen sich zur Herstellung von Kfz-Bauteilen ebenfalls nutzen.
Die Bündelung des Know-hows aller Partner der gesamten Recyclingkette, von KMU, die Abfallstoffe sammeln, über Verwertungsanlagen, Zusammensetzung und Herstellung von Kunststoff-Kfz-Bauteilen bis hin zu Forschungseinrichtungen, führte schließlich zum Erfolg.


Quelle dieses Textes: © Europäische Gemeinschaften, Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. - http://ec.europa.eu



 


 

 

 



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