Von den atomen zu den verbindungen


  Meistens beschäftigen sich ChemikerInnen nicht mit einzelnen Atomen, sondern mit Verbindungen. Eine Verbindung setzt sich aus mindestens zwei Atomen zusammen. In Kunststoffen sind diese Verbindungen öfter auch mehr als 100.000 Atome groß.

  Verbindungen die aus Atomen der gleichen Sorte bestehen werden mit dem Namen des Elements bezeichnet. So besteht der Sauerstoff in der Luft aus zwei Atomen. Verbindungen die aus mehreren Atomen verschiedener Sorten bestehen haben etwas kompliziertere Namen. Allerdings werden diese Namen systematisch vergeben. Der Vorteil davon ist, dass jedeR ChemikerIn wenn sie einen Namen hört, sich ungefähr vorstellen kann worum es sich handelt und in den großen Büchern der Internationalen Union für Reine und Angewandte Chemie (IUPAC) nachschauen kann. Die IUPAC ist nähmlich dafür verantwortlich diese systematische Benenung auszuarbeiten.

Generell gibt es mehrere Kategorien in die man Verbindungen einteilen kann. Sie können ionische oder Molekül-Verbindungen sein, oder metallisch. Sie können kristallin, oder amorph sein. Ausserdem können sie einen der drei Aggregatzustände fest, flüßig, oder gasförmig annehmen. Die letzten beiden Eigenschaften hängen mit der ersten Eigenschaft zusammen. Ionische Verbindungen sind meist kristallin und fest. Deshalb ist es auch etwas besonderes wenn einE ChemikerIn es schafft ionische Flüssigkeiten herzustellen.

Der Grund warum ionische, metallische und Molekül-Verbindungen unterschiedlich sind liegt in der Art der Wecheslwirkungen zwischen den Atomen. Im Beitrag zum Periodensystem habe ich schon einmal davon gesprochen, dass Atome Elektronenhunger haben. Kurz gesagt hängt der Hunger der Elektronen daran, dass sie alle eine volle äußere Elektronenschale haben wollen wie es die Edlegase in der Spalte ganz rechts im Periodensystem haben. Es gibt drei Wege das zu erreichen. Erstens indem ein Atom seine äußeren Elektronen abgibt, wodurch die untere volle Schale aufgedeckt wird. Das machen die Atome der ersten zwei Spalten gerne. Sie sind dann positiv geladen. Zweitens können Atome Elektronen aufnehmen um ihre Schale voll zu bekommen. Das machen die Elemente der vorletzten Spalte sehr gerne. Drittens können Atome sich Elektronen teilen. Wenn beiden noch ein Elektron fehlt können diese sich zusammen tun und statt jeweils ein Elektron zu haben sich zwei Elektronen teilen. In den ersten beiden Varianten entstehen Ionen. Ausserdem laufen die ersten beiden Prozesse immer gemeinsam ab. Dabei entstehen dann so sachen wie Natriumchlorid (NaCl), umgangssprachlich Kochsalz. Ein Beispiel für letztere Variante ist zum Beispiel Wasser (H2O) in dem sich jeweils ein Wasserstoff ein Elektronenpaar mit dem zentralen Sauerstoff teilt. Auch in Metallen teilen sich die Atome Elektronen, allerdings werden die Elektronen hier nicht in Paaren geteilt sondern kommunal über alle am Metall teilhabenden Atomkerne.

Genaugenommen werden wir nur von sehr wenigen einzelnen Atomen umgeben. Dass sind die Edelgase wie z.B. Neon, Argon oder Helium die sich in der Luft oder in “Neon”beleuchtung wiederfinden. Ionische, metallische und Molekül-Verbindungen umgeben uns alltäglich.


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