Mendelejews traum


Dimitri Iwanowitsch Mendelejew, geboren 1834, wird gemeinhin als entdecker des Periodensystems angesehen. Laut Legende hat er eines Tages an seinem Schreibtisch geschlafen, nachdem er sich mal wieder mit einer umfassenden Sortierung der bis dahin bekannten Elemente auseinandergesetzt hat. Im Traum, so heißt es, hat er dann das Periodensystem erkannt und es nach dem erwachen schnell aufgeschrieben, ehe er auf Reisen ging. 

Natürlich ist seine Entdeckung nicht in einem Vakuum entstanden sondern war vielmehr die logische Konsequenz der Entwicklung der Chemie in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten. So beginnt das Buch “Mendelejews Traum” auch damit die Geschichte der Chemie von ihren Anfängen bei den Naturphilosophen Griechenlands, über dei Alchemisten, bis zur Wissenschaft nachzuzeichnen. Teilweise verschmitzt und einfühlsam wird so ein Gefühl für den immensen Anstrengungen vermittelt die frühe ChemikerInnen machten um Einblicke in die Welt zu erhalten.

Im Zweiten Teil des Buches wird Mendelejews Leben dargestellt, seine Herkunft und die Muße die er, trotz Krankheit, hatte um zu forschen. Auch sein immerwährender Konflikt mit dem deutschen Chemiker Lothar Meyer, der ebenfalls behauptete das Periodensystem entdeckt zu haben. In seinem Werk “Die Grundlagen der Chemie”, das in etlichen Revisionen erschien, lies er keinen Zweifel daran, dass er der Entdecker des Periodensystems sei.

Die bis dahin bekannten Elemente zu ordnen, war sicher eine große Leistung, jedoch ist das bemerkenswerteste am Periodischen System der Elemente wie es Mendelejew damals veröffentlichte, dass es Leerstellen für bis dahin unbekannte Elemente hatte und deren Eigenschaften sehr genau vorhersagte. Mit dem Werkzeug des Periodensystems wie es Mendelejew entwickelte konnten diese Lücken auch alsbald geschloßen werden.

Nicht nur ist die Geschichte spannend, sie wird auch spannend erzählt. Somit kann ich das Buch nur empfehlen. Es eignet sich auch als Geschenk an wissenschaftsaffine Menschen in eurer Familie.



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