Spitzenprodukte


gsm



Europa kann auf beträchtliche technologische Erfolge verweisen: im Verkehr, in der Raumfahrt, in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, um nur einige Beispiele zu nennen. Jedoch sind diese Leistungen auf einige wenige Wirtschaftszweige beschränkt. Erste Herausforderung: es muß in neue Bereiche investiert werden, es müssen neue Spitzenprodukte und -dienstleistungen zur Eroberung neuer Märkte geschaffen werden.

Der Erfolg des Mobilfunks GSM (Global System for Mobile Communication) ist hierfür ein hervorragendes Beispiel, zeigt er doch, wie positiv sich europäische Kooperation auswirken kann. Hierbei hat die Gemeinschaft zunächst einen Beitrag auf technischer Ebene geleistet. Im Rahmen des Programms Eureka konnten verschiedene Architekturen für stark miniaturisierte Schaltkreise entwickelt werden. Vor allem aber haben die Maßnahmen der Kommission auch die Einführung der einheitlichen Norm GSM ermöglicht. Diese Norm wird gegenwärtig von über 230 Telekommunikationsbetreibern in über 110 Ländern, einschließlich der Vereinigten Staaten, verwendet. Der Erfolg von GSM geht somit weit über die Grenzen Europas hinaus. Schätzungen zufolge wurden Zehntausende von Arbeitsplätzen geschaffen.

Windturbinen haben die Nase vorn


Die Firma ENERCON in Deutschland hat sich auf die Herstellung von Windturbinen spezialisiert ­ ein zukunftsträchtiger Bereich erneuerbarer Energien. Mit der finanziellen Unterstützung der Kommission konnte das Unternehmen im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts neue Produkte entwickeln, darunter eine getriebelose Turbine, die bemerkenswerte Leistungen zu einem niedrigeren Preis erbringt. Auf diese Weise hat ENERCON seinen Markt über Deutschland hinaus erweitert. Die Firma ist in ihrer Branche die weltweite Nummer 2 geworden. Sie hat ein Netz von Zweigstellen in Europa aufgebaut und besitzt eine Montagefabrik in Indien. Die Anzahl der Beschäftigten ist von anfangs 20 auf insgesamt 850 gestiegen.

Quelle dieses Textes: © Europäische Gemeinschaften, Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. - http://ec.europa.eu



 


 

 

 



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